Unterwegs mit dem SPD-Ortsverein Werl

9. Juni 2016
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„Gerne empfangen wir hier solch interessierte Besucher, die sich über die Struktur des Hospitalverbundes und über die Daten und Fakten des Mariannen-Hospitals informieren möchten.“, beendete dankend der Geschäftsführer des Mariannen-Hospitals in Werl, Herr Larisch, die Sitzung mit dem Fraktionsvorsitzenden Norbert Römer MdL, die am vergangenen Montag stattfand.

Initiator des Termins war der Ortsvereinsvorsitzenden der SPD-Werl, Hans-Jürgen Stache. Dieser nutzte die Gelegenheit des Besuchs von Norbert Römer in Werl und organisierte vorab einen Termin mit dem Geschäftsführer der Stadtwerke Werl, Herrn Karlikowski. „Wenn wir unseren Fraktionsvorsitzenden in Werl begrüßen können, dann sind wir stets bestrebt mehrere Termine zu organisieren. So kam es zustande, dass wir nicht nur das Mariannen-Hospital in Werl besuchen konnten, sondern auch die Stadtwerke in Werl.“, so Hans-Jürgen Stache weiter. „Inhalte des Stadtwerke-Termins waren neben der Änderung der Anreizregulierung auch die Digitalisierung der Energiewende, das sogenannte Smart Metering.“, erklärte der Fraktionsvorsitzende der SPD-Werl, Meinhard Esser, der ebenfalls an den Gesprächsterminen teilnahm. „Smart Metering bezeichnet den Einbau intelligenter Zähler für Strom und/oder Gas, um dem jeweiligen Anschlussnutzer den tatsächlichen Energieverbrauch und die Nutzungszeit anzuzeigen. Dieses System funktioniert über die Einbindung in das Kommunikationsnetz, wodurch die erhobenen Daten automatisch an das Energieversorgungsunternehmen übertragen werden. Dies ermöglicht eine intelligente Netz- und Ressourcensteuerung.“, erklärte Norbert Römer MdL.
Herr Karlikowski merkte in dem gemeinsamen Gespräch an, dass die Digitalisierung der Energiewende eine lohnenswerte Investition sei, die insbesondere Stromeinspar-Vorteile für Großkunden bringen könnte. „Für Kleinunternehmen und Privatkunden müsse an der Umsetzung aber noch gearbeitet werden.“, so Herr Karlikowski.

Anschließend folgte ein einstündiges Gespräch mit dem Geschäftsführer des Mariannen-Hospitals, Herrn Larisch, an dem ebenfalls der Chefarzt der Inneren Medizin, Herrn Dr. Reike, und der ehemalige gesundheitspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Eike Hovermann MdB a.D., teilnahmen. Herr Dr. Reike ging insbesondere auf die Behandlung von Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom  und Diabetes millitus ein, welche im Mariannen-Hospital einen Schwerpunkt in der Versorgung darstellt.
Im zweiten Teil des Termins kamen weitere 19 Fraktionsmitglieder der SPD-Werl hinzu und ließen sich von Herrn Larisch die Struktur des Katholischen Hospitalverbunds Hellweg, die aktuellen Herausforderungen durch das Krankenhausstrukturgesetz und durch den Demographiewandel erklären. „Die Krankenhausplanung in NRW sieht derzeit vor, Bettenkapazitäten abzubauen. Das steht allerdings im Gegensatz zu dem realen Bedarf. Schließlich bedingt der Demographiewandel, dass Krankenhäuser künftig immer mehr ältere Menschen zu behandeln haben. Und nicht nur das: Die Zahl der Hausärzte wird parallel dazu in den nächsten Jahren stark abnehmen. Patienten müssen daher verstärkt durch die örtlichen Krankenhäuser aufgefangen werden.“, so Herr Larisch.
„Natürlich wissen wir um die Sorgen der Krankenhäuser in NRW“, erklärte Norbert Römer MdL, „und wir nehmen sie sehr ernst. Die Gesundheitswirtschaft ist ein stetig wachsender Faktor, der ein großes Potential innerhalb des Arbeitsmarktsektors bietet. Im Saarland und in NRW haben wir die größte Krankenhausdichte im Vergleich zu den anderen Bundesländern Deutschlands. Auch das muss einmal gesagt werden. Und es gibt unterschiedliche Denkfabriken mit unterschiedlichen Ansichten. Diese zu berücksichtigen ist auch für die Landesregierung kein einfaches Unterfangen. Dennoch bin ich hier, um mir die Sorgen vor Ort anzuhören und sie bei Gelegenheit in Düsseldorf einzubringen.“

Im Anschluss an den sehr informativen Vortrag hatten die Genossinnen und Genossen die Möglichkeit Fragen zu stellen. Schwerpunktthemen waren der Ausbildungssektor und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf innerhalb des Mariannen-Hospitals in Werl. „Wir haben in unserer Schule für Gesundheitsberufe 150 Plätze, von denen wir jährlich 50 neu besetzen können. Bewerbungen erreichen uns jedes Jahr aber sogar zwischen 500 und 600“, so Herr Larisch. „Viele der Absolventen können dann sogar übernommen werden. Wir bilden aber nicht nur im Gesundheitssektor aus. Auch Köche, Bürokaufleute und Maler werden im Hospitalverbund ausgebildet.“ Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein großes Thema und wird tatkräftig unterstützt. „In diesem Jahr haben wir erstmals in eigener Regie eine Ferienfreizeit in den Sommerferien für Mitarbeiterkinder angeboten, die innerhalb kürzester Zeit ausgebucht war. Die Resonanz ist überwältigend. “

Eines ist sicher, die SPD-Werl wird auch weiterhin mit dem Mariannen-Hospital in Kontakt stehen und sich den Themen annehmen, die mit großer Sorge betrachtet werden. „Beim nächsten Besuch wäre ein Blick auf den ‚Weg nach dem Krankenhaus‘ sehr interessant, also die  Kurzzeit- oder Langzeitpflege.“, so Hans-Jürgen Stache. „Wir bleiben auf jeden Fall mit Herrn Larisch in Kontakt.“

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v.l.n.r.: Norbert Römer MdL, Jörg Karlikowski, Meinhard Esser, Hans-Jürgen Stache

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Foto: SPD-Fraktionsmitglieder, Herr Roy, Norbert Römer, Herr Larisch


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