Erforderlicher Kita-Ausbau in NRW braucht jetzt zusätzliche Landesinvestitionen

12. Oktober 2017
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Erst kürzlich hatte das Deutsche Jugendinstitut einen steigenden Bedarf an Kita-Plätzen für NRW prognostiziert. Auch die NRW-Landesregierung geht von steigenden Betreuungsbedarfen aus, unternimmt jedoch nichts. Dazu erklärt Dennis Maelzer, familienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Nicht nur das Deutsche Jugendinstitut prognostiziert für Nordrhein-Westfalen in einer Studie einen wachsenden Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen, auch die nordrhein-westfälische Landesregierung geht in einer Antwort auf eine kleine Anfrage davon aus, ,dass in den kommenden Jahren Betreuungsbedarfe weiter steigen werden und das Betreuungsangebot dementsprechend bedarfsgerecht anzupassen ist‘ (Landtags-Drucksache 17/857). Obwohl die Landesregierung den steigenden Bedarf ebenfalls erkennt, ist sie jedoch nicht willens, durch zusätzliche Investitionen den erforderlichen Platzausbau voranzutreiben.

Anstatt den erforderlichen Kita-Ausbauprozess aktiv zu gestalten und durch zusätzliche Investitionen entsprechend der zukünftigen Bedarfe weitere Kita-Plätze zu schaffen, verharren CDU und FDP auf dem finanziellen Status Quo. Doch schon jetzt ist klar, dass die zur Verfügung stehenden Bundes- und Landesmittel im Umfang von rund 286 Millionen Euro nicht ausreichen, um die notwendigen Kita-Plätze entsprechend der steigenden Bedarfe auszubauen. Leittragende dieser schwarz-gelben Tatenlosigkeit werden jene Eltern sein, die für ihre Kinder zukünftig keinen Kita-Platz finden. Noch ist Zeit, die erforderlichen Weichen zu stellen, um die Ausbaudynamik in NRW nicht zu Lasten der Eltern und Kinder zu gefährden. Daher muss die Landesregierung jetzt aktiv werden und zusätzliche Landesmittel für den erforderlichen Ausbau der Kita-Plätze einsetzen.“


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