Nordrhein-Westfalen muss die Vielfalt seiner Theater und Orchesterlandschaft erhalten

28. Februar 2018
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Die SPD-Landtagsfraktion hat heute einen Antrag zur Weiterentwicklung des Theater- und Orchesterpakts in den nordrhein-westfälischen Landtag eingebracht.  Dazu sagt Andreas Bialas, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Landtagfraktion:

„Die Vielfalt der nordrhein-westfälischen Theater- und Orchesterlandschaft ist in Deutschland einzigartig. Diese Vielfalt gilt es zu erhalten. Mit den Kommunen müssen deshalb  Vereinbarungen getroffen werden, die den Bestand ihrer Theater- und Orchesterbühnen sichert. Diesbezüglich muss das Land die Finanzierung eines Sockelbetrags übernehmen. Zusätzliche finanzielle Anreize sollen für diejenigen Häuser geschaffen werden, die sich zu Geschlechtergerechtigkeit und Familienfreundlichkeit und Inklusion bekennen und ihren Betrieb darauf einstellen.

Unser Ziel ist darüber hinaus insbesondere eine faire und gerechte Behandlung der Künstlerinnen und Künstler, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bühnen und eine Berücksichtigung ihrer Tarifentwicklung. Es kann nicht sein, dass Frauen ab einem reiferen Alter keine Engagements mehr erhalten, das die preiswerteren Jungen auf alt geschminkt werden, dass Kleinkinder in den Garderoben bis tief in die Nacht warten müssen und Menschen mit Behinderung ihren Beruf nicht mehr als Festangestellte ausüben können.“

Hintergrund:

Mit dem bundesweit ersten „Theater- und Orchesterpakt“ hatten die damalige SPD-geführte Landesregierung und die theater- und orchestertragenden Städte bereits im Jahre 2013 ein Signal für den Erhalt der in den Kommunen vorhandenen Bühnen gesetzt. Die Landesförderung der kommunalen Theater und Orchester wurde von 14,5 auf 19 Millionen Euro jährlich erhöht. Mittlerweile bedarf der im Jahr 2013 geschlossene Pakt einer Erneuerung. In unserem Antrag fordern wir deshalb die Landesregierung zur Weiterentwicklung des Pakts und zur Anpassung an geänderte äußere Rahmenbedingungen auf.


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