Es darf keine Massenentlassungen bei Siemens geben

17. April 2018
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Die Mitarbeiter am Siemens-Standort Mülheim sind von Kürzungsplänen der Konzernleitung im Bereich des Kraftwerksbaus bedroht. Die SPD-Landtagsfraktion, vertreten durch den Fraktionsvorsitzenden Norbert Römer, hat auf Initiative der Mülheimer Abgeordneten, Ministerpräsidentin a.D. Hannelore Kraft, Vertreter des Betriebsrats mit dem Vorsitzenden Pietro Bazzoli an der Spitze in Begleitung von Björn Neerfeld, Bezirksleitung NRW der IG Metall, und Volker Becker-Nühlen, 1. Bevollmächtigter der IG Metall bei Siemens Mühlheim, zu einem intensiven Gespräch im Landtag getroffen. An dem Gespräch nahmen auch die stellvertretende sozialpolitische Sprecherin Heike Gebhard und der wirtschaftspolitische Sprecher Frank Sundermann teil. Dazu erklärt Norbert Römer:

„Nach den derzeitigen Plänen sind alleine in Mülheim rund 750 der zirka 4500 Arbeitsplätze bedroht. Viele Familien sehen die Pläne von Siemens mit großer Sorge und fürchten Massenentlassungen. Wir setzen uns mit ganzer Kraft dafür ein, dass es zu keinen betriebsbedingten Kündigungen kommt. Siemens ist ein Konzern, der Milliarden-Gewinne macht. Es darf keinen sozialpolitischen Kahlschlag zu Lasten der Beschäftigten und ihrer Familien geben.

Zudem fordern wir die Landesregierung auf, sich endlich für die Belange der Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmer einzusetzen. Bislang sieht sie der Entwicklung aus der Rolle eines Zuschauers zu und zuckt mit den Schultern – wie schon bei Thyssenkrupp. Das ist ein industriepolitischer Offenbarungseid.“

In dem Gespräch haben sich die Vertreter der Beschäftigten von Siemens und der SPD-Landtagsfraktion intensiv auch die Chancen und Möglichkeiten ausgetauscht, das Wissenspotenzial und die Erfahrungen einer gut ausgebildeten und motivierten Belegschaft zum Aufbau von industriepolitischen Innovationsplattformen zu nutzen.


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