Tod in der Kita Viersen: Die Aufklärung hat gerade erst begonnen

4. Juni 2020
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Auf Antrag der SPD hat sich heute der Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend des nordrhein-westfälischen Landtags mit dem schrecklichen Geschehen in einer Viersener Kindertagesstätte befasst. Dort starb ein dreijähriges Kind, eine Erzieherin steht unter Mordverdacht. Zur Ausschusssitzung erklärt Dennis Maelzer, familienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Die Umstände des Todes des Mädchens machen uns fassungslos und tieftraurig. Wir sehen uns in der Pflicht, das Geschehen restlos aufzuklären. Einen ersten Schritt dazu haben wir heute getan, weitere müssen noch folgen. Der Tatverdächtigen wurde bescheinigt, für den Erzieherberuf ungeeignet und empathielos im Umgang mit Kindern zu sein. Warum sie aber gleichwohl erfolgreich ihre Ausbildung abschließen und im Anschluss Stellen in mehreren Kitas erhalten konnte, bleibt auch nach der Sitzung eine offene Frage. Es muss dringend geklärt werden, ob wir hier Strukturen verändern müssen, um so etwas in Zukunft zu verhindern.

Vor allem aber muss die Rolle der Staatsanwaltschaft Kleve auf den Prüfstand. Offenkundig lagen dort Erkenntnisse über die spätere Tatverdächtige vor, wurden aber nicht weitergegeben. Die Staatsanwalt Kleve ist nicht zum ersten Mal auffällig geworden. Auch bei den Ermittlungen im Zusammenhang dem Pädophilenring Bergisch-Gladbach gab es hier gravierende Pannen mit schrecklichen Folgen. Was dort schief gelaufen ist, muss aufgeklärt werden und Konsequenzen haben. In allen Staatsanwaltschaften muss jetzt klar sein: Kindesschutz hat höchste Priorität.

Im Mittelpunkt muss immer stehen: Kitas müssen für Kinder der sicherste Ort der Welt sein.“


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