SPD fordert: Chancen der Ausbildung gerade jetzt sichtbarer machen

30. Juli 2020
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Die Auswirkungen von Corona auf den Ausbildungsmarkt waren deutlich zu spüren. Bis Ende April wurden in NRW sage und schreibe 8.000 Ausbildungsplätze weniger als noch vor einem Jahr gemeldet. Laut der Bundesagentur für Arbeit NRW hat die Situation auf dem Ausbildungsmarkt mittlerweile zwar wieder Fahrt aufgenommen. Dennoch sind nach drei Monaten im Lockdown in NRW noch über 38.000 Lehrstellen unbesetzt und gleichzeitig rund 32.000 Bewerberinnen und Bewerber noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Neben den momentanen wirtschaftlichen Unsicherheiten stellt dabei die Vernetzung zwischen Betrieben und Ausbildungsinteressierten die größte Herausforderung dar. Diese „Matching“-Problematik hat sich unter Corona-Bedingungen deutlich verschärft. Durch den eingeschränkten Schulbetrieb ist ein wichtiger Kontaktpunkt für die Ansprache von Jugendlichen weggefallen, ebenso wie persönliche Beratungsangebote und Ausbildungsmessen.

Dabei profitieren sowohl Betriebe als auch Auszubildende von guten Ausbildungsverhältnissen. Während für viele Jugendliche die Ausbildung ein erster Schritt in die Unabhängigkeit bedeutet, profitieren Unternehmen, in dem sie ihre Fachkräfte von Morgen sichern.

Deshalb wirbt der Landtagsabgeordnete Norbert Römer dafür, die Chancen der Ausbildung gerade in der Krise sichtbarer zu machen: „Die Corona-Pandemie darf nicht zu einer Krise der beruflichen Zukunft für Jugendliche werden. Die Chancen für junge Menschen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, sind gut. Deshalb ist es wichtig, Jugendliche und Betriebe besser zusammenzubringen und Unsicherheiten abzubauen. Das Signal, das die Bundesregierung mit den Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket für die berufliche Bildung sendet, ist positiv. Diese Vorlage sollten wir in Soest noch stärker nutzen. Ausbildung lohnt sich – auch oder gerade wegen Corona.“

In einer aktuellen Pressemitteilung weist die Agentur für Arbeit in NRW darauf hin, dass zum traditionellen Ausbildungsbeginn am 1. August noch viele Stellen unbesetzt sind. Für die Regionen Meschede und Soest meldet die Arbeitsagentur im Juli 4.307 freie Stellen und 3139 Bewerberinnen und Bewerber.

Dazu erklärt Norbert Römer: „Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf den Ausbildungsbeginn. Verschobene Abschlussprüfungen und die Entwicklungen neuer Bewerbungsverfahren haben dazu beigetragen, dass auch jetzt noch viele Ausbildungsplätze frei sind. Meine Botschaft an die jungen Menschen auf Ausbildungssuche lautet daher: Es ist noch nicht zu spät: Ausbildungsplatz auch nach dem 01.08. noch antreten!“


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