Entschädigung und Hilfen für Heimkinder müssen langfristig gesichert werden!

11. September 2020
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Anlässlich der heutigen (11.09.2020) Kundgebung der Organisation „Community Ehemalige Heimkinder NRW e.V.“ vor dem Düsseldorfer Landtag erklärt Josef Neumann, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Wir werden niemals das Leid der Kinder und Jugendlichen vergessen, die in der Nachkriegszeit in Heimen und Einrichtungen, in der Behindertenhilfe sowie in der Psychiatrie Unrecht, Gewalt und Missbrauch erfahren haben. Deswegen unterstützen wir die ,Community Ehemalige Heimkinder‘ und die tausenden von betroffenen Menschen bei ihrem Kampf um Gerechtigkeit und der Anerkennung von Leid und Unrecht. Das öffentliche Bewusstsein für das Schicksal so vieler Kinder und Jugendlicher in den Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der Psychiatrie muss ständig geweckt bleiben. Dazu bedarf es auch der Anerkennung durch wissenschaftliche Aufarbeitung der Leids- und Unrechtserfahrungen. Die Menschen brauchen persönliche Gespräche und Beratung in den Anlauf- und Beratungsstellen der ,Stiftung Anerkennung und Hilfe’, die als Unterstützungsorganisation für die ehemaligen Heimkinder eingerichtet wurde. Zudem müssen finanzielle Hilfen schnell und unbürokratisch ausgezahlt werden – und zwar über das Jahr 2021 hinaus. Hier sind die Landesregierung, die Kirchen und die Träger der Einrichtungen gefordert, um ihrer Verantwortung für die Betroffenen gerecht zu werden. Die Arbeit der ,Stiftung Anerkennung und Hilfe’ muss zwingend langfristig weitergeführt werden!“


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