Zweite Geiselnahme in einer JVA innerhalb weniger Wochen muss umgehend aufgeklärt werden

22. Oktober 2020
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Auf Antrag der SPD-Fraktion kommt morgen (23. Oktober 2020) der Rechtsausschuss des Landtags NRW zu einer Sondersitzung zur Geiselnahme in der JVA Münster zusammen. Hierzu erklärt Sonja Bongers, rechtspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion:

„Die uns bisher zu dem Tathergang vorliegenden Informationen des Justizministers sind nicht vollständig und stellen das Geschehen nicht umfassend dar. Daher haben wir die Landesregierung um einen vollständigen schriftlichen Bericht gebeten. Darin soll auch darüber Auskunft gegeben werden, ob der Inhaftierte Vorstrafen hatte, wegen welcher Straftat er sich in Haft befand und ob der Mann etwa psychisch krank bzw. auffällig war.Wir wollen zudem wissen, wie sich das Verhalten des Inhaftierten während seines Aufenthalts in der JVA auch gegenüber den Bediensteten dargestellt hat und ob der bauliche Zustand der Justizvollzugsanstalt Münster die Geiselnahme begünstigt hat. Es geht darum, jetzt schnell die notwendigen Schlüsse aus dem tragischen Vorfall zu ziehen. Die zweite Geiselnahme in einer JVA innerhalb weniger Wochen und ein
Schusswaffengebrauch, der zum Tod eines Inhaftierten geführt hat,
müssen umgehend aufgeklärt werden.“


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