Befürchtungen bestätigen sich: Mindestens 13 Opferkinder waren in Betreuung des Kreises Höxter

16. Mai 2021
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Mit Schreiben vom 14.05.2021 wurde dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss „Kindesmissbrauch“ (PUA IV) durch den Landrat des Kreises Höxter mitgeteilt, dass nach einer Überprüfung nun die Akten von insgesamt 13 Missbrauchsopfern übersandt werden. Die Lieferung eines Teils der Akten wurde für kommende Woche Mittwoch (19.05.2021) zugesagt.

Hierzu erklären Jürgen Berghahn, Sprecher, und Andreas Bialas, Obmann der SPD-Fraktion im Landtag NRW im PUA IV:

Jürgen Berghahn:

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass Landrat Stickeln nun endlich die kurzfristige Lieferung aller erforderlichen Akten zugesagt hat. Schade, dass es dafür seiner Vernehmung im Untersuchungsausschuss und der vernichtenden Berichterstattung über seinen Vorgänger Landrat Spieker bedurfte.

Dass es nun 13 Kinder sind, die in der Betreuung des Kreises Höxter standen und Opfer sexueller Gewalt waren macht deutlich, wie wichtig die Arbeit des Untersuchungsausschusses ist und bleibt.“

Andreas Bialas:

„Die Lieferung der seit zwei Jahren ausstehenden Akten der Opfer ist Eines. Weiterhin liegen aber bis heute keine behördeninternen Schreiben, Protokolle, Nachrichten, Vermerke, Mails oder Akten vor, aus denen ersichtlich wäre, dass der Kreis Höxter sich überhaupt mit diesen 13 Opfern und einer Aufarbeitung beschäftigt hätte. Wenigstens für die Zeit seit dem Bekanntwerden der Vorfälle Anfang 2019 hätten wir das erwartet, denn es handelt sich nicht um ‚Fallakten‘, sondern um schwerverletzte Kinder. Landrat Stickeln sollte im eigenen Interesse unverzüglich alle behördeninternen Akten sowie alle Dokumente liefern, die im Zusammenhang mit dem Untersuchungsausschuss stehen.“


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